BGH, Beschluss vom 2. Juni 2008 – II ZR 67/07

GmbHG § 43, HGB §§ 114, 116, 161; ZPO § 286; GG Art. 103

a) Ein Gesellschafter, der sich bei seinem geschäftsführenden Handeln über die in der Gesellschaft intern zu beachtende Kompetenzordnung hinwegsetzt, haftet für die Schäden, die durch die schuldhafte Missachtung dieser internen Bindungen entstehen.

b) Das Gericht darf sich ohne Einholung eines gerichtlichen Sachverständigengutachtens gemäß § 286 ZPO nur dann der Bewertung eines – qualifizierten Parteivortrag darstellenden – Privatgutachtens, gegen das der Gegner Einwendungen erhoben hat, anschließen, wenn es eigene Sachkunde besitzt und darlegt, dass es deswegen in der Lage ist, die streitigen Fragen abschließend zu beurteilen.

Schlagworte: Geschäftsführungsmaßnahme, Haftung nach § 43 GmbHG, Innenhaftung, Kompetenzen, Kompetenzüberschreitung, Pflichtverletzung nach § 43 Abs. 2 GmbHG, Sachverständiger, Schadensersatzanspruch

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