BGH, Beschluss vom 20. März 2000 – II ZR 322/98

AktG §§ 302, 303

Die Grundsätze der Haftung des herrschenden Gesellschafters im qualifiziert faktischen GmbH-Konzern setzen voraus, dass der Gesellschafter seine Leitungsmacht objektiv missbräuchlich ausübt, indem er im Konzerninteresse die abhängige Gesellschaft instrumentalisiert; dies gilt jedoch nur dann, wenn bei der Gesellschaft Nachteile eintreten, welche sich nicht mehr einzelnen Maßnahmen zuordnen lassen, so dass das Einzelausgleichssystem außer Funktion gesetzt wird.

Schlagworte: Abhängiges Unternehmen, faktischer Konzern, Gesellschafter, Konzernrecht

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