BGH, Urteil vom 14. Mai 2013 – II ZR 76/12

§§ 93, 116 AktG

a) Nach § 93 Abs. 2 Satz 1 AktG haben die Gesellschaft – ggf. mit der Erleichterung des § 287 ZPO – und damit auch ein Insolvenzverwalter im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Schuldnerin darzulegen und ggf. zu beweisen, dass ihr durch ein Verhalten des Vorstandsmitglieds in seinem Pflichtenkreis, das möglicherweise pflichtwidrig ist, ein Schaden entstanden ist; das Vorstandsmitglied hat dagegen nach § 93 Abs. 2 Satz 2 AktG darzulegen und zu beweisen, dass es seine Pflichten nicht verletzt oder jedenfalls schuldlos gehandelt hat oder dass der Schaden auch bei einem rechtmäßigen Alternativverhalten eingetreten wäre (BGH, Urteil vom 15. Januar 2013 II ZR 90/11, ZIP 2013, 455 Rn. 14; Urteil vom 22. Februar 2011 II ZR 146/09, ZIP 2011, 766 Rn. 17; Urteil vom 16. März 2009 II ZR 280/07, ZIP 2009, 860 Rn. 42; Urteil vom 4. November 2002 II ZR 224/00, BGHZ 152, 280, 283 ff.; zur Kreditvergabe durch den Vorstand einer Genossenschaft BGH, Beschluss vom 8. Januar 2007 II ZR 304/04, ZIP 2007, 322 Rn. 28).

b) Diese Verteilung der Darlegungs- und Beweislast gilt auch für die Haftung des AufsichtsratsBitte wählen Sie ein Schlagwort:
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Haftung des Aufsichtsrats
nach § 116 AktG i. V. m. § 93 Abs. 2 Satz 1 AktG (BGH, Urteil vom 16. März 2009 II ZR 280/07, ZIP 2009, 860 Rn. 42).

Schlagworte: allgemeine Regeln, Aufsichtsrat, Darlegungs- und Beweislast, Haftung nach § 116 AktG, Haftung nach § 43 Abs. 2 GmbHG, Haftung nach § 43 GmbHG, Haftung nach § 93 Abs. 2 AktG, Haftung nach § 93 AktG, Insolvenzverwalter, Pflichtverletzung nach § 43 Abs. 3 GmbHG, rechtmäßiges Alternativverhalten, Schaden, Schadensschätzung, Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns, Verschulden, Vorstand

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