BGH, Urteil vom 28. November 1997 – V ZR 178/96

§ 50 Abs 1 ZPO, § 346 S 2 BGB, § 326 Abs 1 S 2 Halbs 2 BGB, § 11 Abs 1 GmbHG

a) Eine sog Vor-GmbH ist im Zivilprozeß aktiv parteifähig.

Besteht die GmbH i.G. als Liquidationsgesellschaft fort, steht ihr ein etwaiger Rückzahlungsanspruch zu, nicht den Klägern. Als sog. Vor-GmbH (ihre Enstehung nach Abschluss des notariell beurkundeten Gesellschaftsvertrages) kann sie nämlich selbst Trägerin von Rechten und PflichtenBitte wählen Sie ein Schlagwort:
Pflichten
Trägerin von Rechten und Pflichten
sein (BGHZ 117, 323, 326). Ist sie somit – wie hier – Kaufvertragspartei, so erwirbt sie auch die aus der Abwicklung des Vertragsverhältnisses erwachsenden Rechte. Daran ändert die Rücknahme des Eintragungsantrags dann nichts, wenn die Kläger die Liquidation der Gesellschaft betreiben, was in entsprechender Anwendung der §§ 60 ff GmbHG möglich wäre (vgl. Scholz/K. Schmidt, GmbHG, 8. Aufl., § 11 Rdn. 141; Lutter/Hommelhoff, GmbHG, 14. Aufl., § 11 Rdn. 8; Baumbach/Hueck, GmbHG, 16. Aufl., Rdn. 26 f). Dann bestünde die GmbH i.G. als Vorgesellschaft in LiquidationBitte wählen Sie ein Schlagwort:
Liquidation
Vorgesellschaft
Vorgesellschaft in Liquidation
fort (Scholz/K. Schmidt aaO Rdn. 141; vgl. auch BGHZ 80, 129, 142). Sie bliebe damit Rechtsträgerin.

 

Schlagworte: Aufgabe der Eintragungsabsicht, Entstehen und Erlöschen, Haftung bei Gründung GmbH, Liquidation, Parteifähigkeit, Vor-GmbH, Vorgesellschaft, Vorgesellschaft in Liquidation

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