BGH, Urteil vom 31. Januar 2000 – II ZR 209/98

GmbHG § 15

Soll eine Andienungspflicht gegenüber Mitgesellschaftern ausschließlich bei Anteilsübertragungen an Dritte greifen, dient sie dem Interesse der Mitgesellschafter, sich vor dem Eindringen einer ihnen nicht genehmen gesellschaftsfremden Person in die Gesellschaft zu schützen. Aus diesem Regelungszweck ergibt sich, dass nur die Mitgesellschafter die Unwirksamkeit der Anteilsabtretung an einen Dritten mit Erfolg geltend machen können, nicht hingegen der Insolvenzverwalter (des den Geschäftsanteil übertragenden Gesellschafters.

Schlagworte: Abtretung, Anteilsübertragung, Geschäftsanteil, Vinkulierung

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