OLG Düsseldorf, Urteil vom 15.11.1984 – 8 U 22/84

GmbHG §§ 35, 37; BGB § 626

1. Die Gesellschafter einer GmbH können den Geschäftsführern auch ohne satzungsmäßige Grundlage Weisungen in jeder beliebigen Angelegenheit der Geschäftsführung und mit jedem beliebigen Inhalt erteilen; dabei ist es gleichgültig, ob es sich um allgemeine Richtlinien oder um Einzelfallentscheidungen handelt.

2. Ständige Widersetzlichkeit des Geschäftsführers gegenüber Weisungen des Bevollmächtigten des Alleingesellschafters stellt einen wichtigen Grund zur außerordentlichen Kündigung dar.

Schlagworte: Abberufung, Anstellungsvertrag, Beschlusszuständigkeiten, Folgepflicht bei Weisungen, Geschäftsführer, Gesellschafterversammlung, Haftung nach § 43 GmbHG, Kündigung, Pflichtverletzung nach § 43 Abs. 2 GmbHG, Prozessvertreter, Schadensersatzanspruch, Weisung der Gesellschafter, Wichtiger Grund

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