OLG Hamburg, Urteil vom 05.07.2000 – 19 U 173/99

§ 823 Abs 2 BGB, § 43 GmbHG, § 58 Abs 1 Nr 2 GmbHG

Dem Gläubiger einer GmbH, der eine Forderung angemeldet hat, aber wegen Kapitalherabsetzung bei der GmbH nicht befriedigt wird, steht gegen den Geschäftsführer und alleinigen Gesellschafter gemäß BGB § 823 Abs 2, GmbHG § 58 Abs 1 Nr 2 ein Schadensersatzanspruch zu, wenn seine Zustimmung zur Kapitalherabsetzung nicht eingeholt worden und eine Sicherstellung nicht erfolgt ist. Für den entstandenen Schaden hat der Geschäftsführer gegenüber dem Gläubiger direkt einzustehen und nicht nur im Innenverhältnis gegenüber der GmbH. Diese Haftung besteht auch dann, wenn die GmbH die geltend gemachte Forderung bestritten hatte.

Schlagworte: Außenhaftung, Herabsetzung des Stammkapitals, Verletzung von Schutzgesetzen nach § 823 Abs. 2 BGB

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