OLG München, Schlussurteil vom 17.03.2011 – 23 U 3673/10

BGB §§ 133, 157; AktG § 112

1. War der Kläger vor der Verschmelzung der GmbH auf eine GmbH Geschäftsführer der GmbH, wird die AG im Prozess nicht vom Vorstand, sondern vom Aufsichtsrat vertreten (§§ 51 ZPO, 112 AktG, vgl. BGH, Urt. v. 01.12.2003 – II ZR 161/02 Tz. 6, ZIP 2004, 92; BGH, Urt. v. 14.07.1997 – II ZR 168/9 Tz. 9 f., ZIP 1997, 1674). Ein ursprünglicher Vertretungsmangel kann infolge Genehmigung der Prozessführung durch den Aufsichtsrat geheilt werden (BGH, Urt. v. 21.06.1999 – II ZR 27/98, WM 1999, 2026; WM 1998, 557; WM 1998, 308, 309).

2. Das Anstellungsverhältnis eines Geschäftsführers kann nach ständiger Rechtsprechung des BGH durch Vereinbarung an das Organverhältnis gekoppelt werden (etwa BGH WM 1999, 2026; weitere Nachw. bei Roth/Altmeppen, GmbHG, 6. Aufl., § 6 Rn. 39, 111; § 38 Rn. 5 ff.).

Schlagworte: Anstellungsvertrag, Aufsichtsrat, Geschäftsführer, Umwandlungsrecht, Verschmelzung, Vertretungsbefugnis, Vorstand

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