BGH, Urteil vom 26. März 1956 – II ZR 57/55

§ 75 AktG, § 81 AktG, § 170 BGB, §§ 170ff BGB

a) Jedes Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft ist dem Aufsichtsrat gegenüber zu unbedingter Offenheit verpflichtet.

b) Ein Vorstandsmitglied einer Aktiengesellschaft darf sich nicht auf die Grundsätze über die Anscheinsvollmacht berufen, wenn es eine Verbesserung seines Anstellungsvertrages in Anspruch nimmt, die ihm der Aufsichtsrat tatsächlich nicht gewähren wollte.

c) Die unberechtigte fristlose Kündigung des Anstellungsverhältnisses eines Vorstandsmitglieds kann als ordentliche Kündigung angesehen werden.

Schlagworte: Außerordentliche Kündigung, Beendigung des Dienstverhältnisses, Kündigungsgrund, Umdeutung und Auslegung von Erklärungen, Verlust der Pension und höheres Alter

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