BVerfG, Beschluss vom 14. Januar 2014 – 1 BvR 2998/11, 1 BvR 236/12

Art 12 Abs 1 GG, Art 19 Abs 3 GG, § 1 BRAO, § 3 Abs 1 BRAO, § 4 BRAO, § 43a Abs 1 BRAO, § 59e Abs 2 S 1 BRAO vom 12.12.2007, § 59f Abs 1 S 1 BRAO vom 12.12.2007, § 59f Abs 4 S 2 BRAO, § 1 PatAnwO, § 3 Abs 1 PatAnwO, § 5 PatAnwO, § 39a Abs 1 PatAnwO, § 52e Abs 2 S 1 PatAnwO vom 12.06.2008, § 52f Abs 1 S 1 PatAnwO vom 12.12.2007, § 52f Abs 4 S 2 PatAnwO, § 14 Abs 1 RVG, § 37 Abs 2 S 2 RVG

1. Bei einer Gesellschaft mit beschränkter HaftungBitte wählen Sie ein Schlagwort:
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Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Haftung
zum Zweck der gemeinsamen Berufsausübung von Rechts- und Patentanwälten verletzen Regelungen das Grundrecht der Berufsfreiheit, soweit sie zugunsten einer der beteiligten Berufsgruppen deren Anteils- und Stimmrechtsmehrheit (hier: § 59e Abs. 2 Satz 1 BRAO und § 52e Abs. 2 Satz 1 PAO) sowie deren Leitungsmacht (hier: § 59f Abs. 1 Satz 1 BRAO und § 52f Abs. 1 Satz 1 PAO) und Geschäftsführermehrheit (hier: § 59f Abs. 1 Satz 2 BRAO) vorschreiben und bei einer Missachtung eine Zulassung als Rechtsanwalts- oder Patentanwaltsgesellschaft ausschließen.

2. Eine Vorgesellschaft kann den Schutz der Berufsfreiheit für sich jedenfalls insoweit in Anspruch nehmen, als ihre Funktion als notwendige Vorstufe für die erstrebte Kapitalgesellschaft dies erfordert.

Schlagworte: Berufsfreiheit, Vorgesellschaft

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